Weißt du, wo die Puppen tanzen?

Theater Salz+Pfeffer

Im Theater Salz+Pfeffer stehen Figuren als Hauptdarsteller*innen auf der Bühne. Im Herzen Nürnbergs bietet das Theaterhaus Figurentheater für Erwachsene im Abendprogramm sowie am Vor- und Nachmittag Puppentheater für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren. Mit unserem Spielplan aus Zeitgenössischem, Uraufführungen und bekannten Klassikern laden wir Sie und Euch dazu ein, sich vom Figurentheater in seiner ganzen Magie und Vielschichtigkeit begeistern zu lassen.

Unsere Puppen erschaffen sich auf der Bühne ihre eigene Welt. Das wollen wir auch und schützen unseren Planeten, indem wir nachhaltig leben und uns in unserem Arbeiten dem Gemeinwohl verpflichten.

Herzlich willkommen im „Salz+Pfeffer“-Universum – und viel Spaß beim Entdecken!

Figurentheater für Erwachsene

Der Besuch der alten Dame

Die Kleinstadt Güllen ist – man kann es nicht anders sagen – ein finanziell heruntergewirtschaftetes Provinzkaff, in dem nicht einmal der ICE mehr hält. Wie konnte es nur so weit kommen? … fragt man sich schon längst nicht mehr, sondern akzeptiert, was unausweichlich zu sein scheint. Hierin offenbart sich viel vom Naturell der Stadtbewohner*innen: Sie lassen die Dinge geschehen.

Doch dann hält der ICE plötzlich doch nochmal, und es steigt aus: Claire Zachanassian, angereist aus den USA, Gönnerin und Philanthropin – mit einer Milliarde für Güllens Aufschwung im Gepäck.

Schnell ist man begeistert von diesem wundersamen Besuch und lässt sich zu gerne vom nahenden Reichtum berauschen: Die Bewohner*innen kaufen ein, was das Zeug hält. Doch nach und nach offenbaren sich Claires Zachanassians wahre Identität und die dahinterliegende Tragödie, und die Gemeinschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Eine „tragische Komödie“, die zu einem Welterfolg wurde und derzeit vielerorts auf die Theaterbühnen zurückkehrt – hier am Plärrer als Figurenspiel im Wechselbad der Gefühle.

Jekyll+Hyde: Face me!

Dr. Henry Jekyll, ein angesehener Londoner Arzt, ist ein Getriebener im Hamsterrad des Alltäglichen und gleichzeitig Suchender nach der Möglichkeit eines anderen Ich. Mit Edward Hyde ersinnt er sich in der schützenden Anonymität der Nacht eine zweite Identität, die „echtes Gefühl“ und „wahres Selbst“ erfahrbar machen soll. Dieser Hyde jedoch entpuppt sich als brutal und kriminell und ergreift bald völlig von Jekyll Besitz ...

Robert Louis Stevensons Novelle aus dem Jahre 1886 hat das Doppelgängermotiv als literarisches Sujet populär gemacht. Knapp 150 Jahre später umkreisen wir die Frage „Was macht mich aus?“ auf unseren Social-Media-Accounts und bewerten das Leben anderer genauso wie unseren letzten Restaurantbesuch. Die Theaterbühne macht den Zeitsprung möglich und so findet sich Dr. Jekyll in seiner Sinnsuche nicht durch eine rigide, viktorianische Gesellschaft abgeurteilt, sondern mit einem Theaterpublikum konfrontiert, das live über Leben und Tod im digitalen Zeitalter entscheidet: „Like“ oder „Dislike“?

Die Produktion will technische Hürden überwinden und erspüren, wie sich ein digitales Eingreifen des Publikums anfühlt. Die Vorstellung wird zum sozialen Netzwerk und das Publikum zu Jekylls Follower*innen, die sein Handeln auf der Bühne nicht unkommentiert lassen müssen.

Die Produktion will technische Hürden überwinden und erspüren, wie sich ein digitales Eingreifen des Publikums anfühlt. Die Vorstellung wird zum sozialen Netzwerk und das Publikum zu Jekylls Follower*innen, die sein Handeln auf der Bühne nicht unkommentiert lassen müssen.

Puppentheater für Kinder

Aktuell im Programm

Die Bienenkönigin oder Das steinerne Schloss

9 Jahre ± 2

Ein „wildes, wüstes Leben“ führen die beiden Königssöhne im Grimmschen Märchen „Die Bienenkönigin“. Fernab vom heimischen Königreich und dem elterlichen Blick entzogen, streifen sie verwegen durch die Lande und tun, worauf immer sie gerade Lust haben. Eine Ameisenkolonie, eine Entenfamilie und ein Bienenvolk hätten hierbei schnell das Nachsehen, gäbe es da nicht noch den dritten Bruder. Der ist weder waghalsig noch großmäulig, sondern sanftmütig und nachdenklich – und stellt sich seinen Brüdern in den Weg, als die den Tieren zu Leibe rücken wollen. Aber weil das Leben von Königssöhnen nicht aus hedonistischem Umherstreifen allein bestehen kann, müssen bald Prüfungen bestanden und Prinzessinnen befreit werden. Doch mit Muskelkraft und Scharfsinn allein lassen sich die Aufgaben nicht lösen. Was braucht es, um als wahrer Held vom Feld zu ziehen?

Wenn sich schon die Gebrüder Grimm um das Miteinander von Mensch und Natur sorgen mussten, wäre es für uns dann nicht längst Zeit, schreiend im Kreis zu laufen? Oder kann es auch ohne Schreien gehen? Welche Qualitäten muss der Held von heute haben?

Otto, die kleine Spinne

ab 3 Jahren

Ein schreckliches, schwarzhaariges Monster, ein Ungeheuer, mordsgefährlich – mit acht Augen und tödlichem Mundgeruch! Mundgeruch? Aber hier riecht es total gut, nach frischgebackenem Kuchen! Den bäckt Otto für seinen Geburtstag, und er würde ihn auch mit den anderen Wiesenbewohnern teilen. Aber die wollen nicht mit Otto feiern, denn Otto ist eine Spinne, und Spinnen sind eklig und gefährlich – finden die anderen. Dabei kennen die eigentlich gar keine Spinnen. Nur Otto. Ein bisschen. Und der ist eigentlich total nett und stinkt auch gar nicht. Und was ist jetzt mit dem Kuchen?
„Otto, die kleine Spinne“ nach dem Buch von Guido van Genechten lässt Theateranfänger*innen ab 3 Jahren erleben, wie sich eine Geschichte auf der Theaterbühne entspinnt. Ein kleines großes Plädoyer für Toleranz und Miteinander – und für Theater natürlich!

Spuk in der Kuschelburg

ab 3 Jahren

Mika liebt Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade, Mama und Papa, coole Musik, Schlitten fahren und im Sommer baden gehen, bis die Lippen blau anlaufen. Aber vor allem Kuscheln. Was Mika allerdings gar nicht liebt, ist die neue Wohnung, in welche die Familie gerade gezogen ist, denn da spukt es.

Jede Nacht baumeln die Gespenster an der Lampe oder machen Geräusche unter dem Bett. Obwohl Mika sich eine große Kuschelburg ums Bett baut, um die Gespenster abzuwehren, tönt eines Nachts ein „Hallo“ aus einer Zimmerecke. Aber es ist kein gespenstisch-gruseliges „Hallo“, sondern ein freundlich-schüchternes „Hallo?“. Gruselig hörte sich das eigentlich nicht an.

Langsam freundet Mika sich mit dem kleinen Gespenst an und findet heraus, dass sie viele Gemeinsamkeiten und Gespenster auch manchmal Angst haben.

Eine Geschichte über schlaflose Nächte und eine kuschelige Freundschaft für junge Theatergänger*innen und schüchterne Gespenster unterm Bett.