Oda still im Menschenmeer

Ein Maskenspiel


Oda ist müde geworden. Müde vom Leben, müde vom Alter und müde von den Menschen, die täglich um sie herum sind. Alles ist ihr zu laut. Vor allem ihre Familie. Lieber wäre es ihr, wenn es still wäre, doch das ist es nur in ihren Träumen. So sehnt sie sich nach Ruhe und einem Weg raus aus der Hektik ihres Alltags. Da taucht plötzlich ein seltsamer Mann auf,  der sie bittet, mit ihm zu gehen. Doch Oda traut dem Fremden nicht - bis sie allmählich beginnt zu verstehen, dass er sie auf der letzten Reise ihres Lebens begleiten möchte und ihr ein kostbares Geschenk anbietet: das Loslassen.

Die Produktion „Oda still im Menschenmeer“, die im Juni 2018 im Theater Erlangen Premiere feierte, ist die zweite Inszenierung der bunten Truppe, die aus theatererfahrenen Laien sowie Theaterneulingen besteht. Sowohl die Zuschauer*innen als auch die Presse staunten über die bilderstarke Inszenierung und die schauspielerischen Leistungen. Die Masken, die in dieser Produktion zum Einsatz kommen, wurden von der Theatergruppe selbst hergestellt und die Teilnehmer*innen lernten im Laufe des Inszenierungsprozesses, auch ohne Mimik und Sprache auf der Bühne zu interagieren und ihren selbst erschaffenen Figuren Ausdruck zu verleihen. Zudem baut die Gruppe auf einem inklusiven Gesamtkonzept auf. So gibt es beispielsweise einen Teilnehmer, der sich durch eine Lernbehinderung das Fortschreiten der Handlung nicht merken kann. Daher spielt er mit einem Headset unter der Maske, durch das er seine Handlungsanweisungen eingesagt bekommt und zudem durch kleine Gesten der Mitspieler*innen „mitgenommen“ wird.


TEAM

Spiel: Björn Ballbach, Günther Hammerl, Roland Kraus, Norman Müller, Christina Marie Pachur, Barbara Paul, Tina Stark, Benni Stengel, Gudrun Toschew, Sandra Weissmann-Ballbach | Regie und Dramaturgie: Sandra Weissmann-Ballbach

ENSEMBLE EXTRAODINAIRE (bisher „Bürger Inklusive“)

Dauer: ca. 60 Minuten, keine Pause


TERMIN

Fr, 10.05., 20:00 Uhr

Sa, 11.05., 20:00 Uhr


Über das ENSEMBLE EXTRAORDINAIRE (bisher „Bürger Inklusive“)

In Kooperation des Theater Erlangen, der Lebenshilfe Erlangen sowie dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Erlangen entstand zum Auftakt der Spielzeit 2016/17 der Theaterclub „Bürger Inklusive“, der alle Bürgerinnen und Bürger willkommen heißt unter professionellen Bedingungen in einer Theaterproduktion mitzuwirken. In diesem Theaterprojekt kann jede*r mitmachen, ungeachtet des sozialen Hintergrunds, der kulturellen oder religiösen Wurzeln und unabhängig von körperlichen oder sonstigen Einschränkungen.  

Ab der neuen Spielzeit 2019/20 wird sich der Name der Theatergruppe ändern. „Bürger Inklusive“ wird dann zum „Ensemble Extraordinaire“. Der derzeit noch bestehende Theaterclub wächst dann noch mehr mit dem Theater Erlangen zusammen und hat eine festere Anbindung ans Haus. Der Titel ist übrigens französisch und bedeutet „Außergewöhnliches Ensemble“.

ZU GAST

Wir danken dem Verein zur Förderung kultureller Projekte im Theater Salz+Pfeffer e.V. für die Unterstützung.

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