Über(s)fischen

frei nach „Vom Fischer und seiner Frau" von den Brüdern Grimm

TEAM

Spiel: J. P. Schmidt | Regie: Frau Dorsch | Textbearbeitung: Michael Jakob



Fotos: Berny Meyer


Was haben ein Lastenrad voll mit Material zum Müll sammeln im öffentlichen Raum und das Märchen „Vom Fischer und seine Frau“ gemeinsam? Zunächst wenig. Außer der Müllsammler ist ein ehemaliger Puppenspieler, denn dann beginnen Müll, Verkehrskegel und das Lastenrad selbst ganz schnell zu Objekten zu werden, mit denen sich vortrefflich Theaterspielen lässt! Und wer das Märchen kennt, erinnert sich möglicherweise an die zerstörte Umwelt und die stinkende See an dessen Ende. Und damit haben wir die Parallele! Denn manch öffentlicher Platz in Nürnberg (und anderen Orten dieser Welt) wirkt, als wären wir auch schon fast am Ende. Als hätten unsere Gier nach mehr und das permanente Erfüllen unserer Bedürfnisse uns an einen Punkt gebracht, wo „die See zu kippen droht“. Und glaubt man den Klimaforschern ist diese Parallele gar nicht so abwegig.

„Über(s)fischen“ ist eine Eigenproduktion des Theaters Salz+Pfeffer, gemacht für draußen, liegen doch die Wurzeln des Hauses am Plärrer im Straßentheater. Das Stück handelt nicht nur vom Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ sondern auch vom Märchen grenzenlosen Wachstums. Wenn alle Wünsche aus dem Meer gefischt sind und mit Plastikmüll zurückgezahlt, was bleibt dann noch für die Zukunft? Für nachfolgende Generationen? Wie das Märchen ausgeht, das als literarische Vorlage dient, dürfte bekannt sein. Wie die Realität ausgeht haben wir (noch) in der Hand. Und da reicht es sicher nicht mit dem Lastenrad den Müll anderer Leute aufzusammeln. Aber wer weiß, vielleicht ist es ja ein guter Anfang?


Ebenfalls möglich: Ein komplettes Programm zum Thema Nachhaltigkeit: "Puppets+Poetry"

"Puppets+Poetry" ist ein kulturelles Zusammenspiel zu einem übergeordneten Thema. Die erste Ausgabe hat sich ganz der Nachhaltigkeit verschrieben. Das Theater Salz+Pfeffer zeigt den Einakter „Über(s)fischen“, (Info oben) und der Poetry Slammer Michael Jakob stellt sein literarisches Kurzprogramm „Plan(et) B“ vor:

Man sagt „Taten helfen mehr als Worte“. Im Programm „Plan(et) B" wird der Spieß umgedreht: Michael Jakob ist seit einer Müllsammelaktion im Kindergarten immer tatkräftig für Umweltschutz eingestanden, jetzt lässt er den Taten Worte folgen und verarbeitet teilweise sehr autobiografisch, teilweise zynisch-sarkastisch seine Erlebnisse rund um das Thema Weltrettung. So berichtet er von den Schwierigkeiten nachhaltigen Lebens, den Hürden auf dem Weg zum wahren Vegetarier, von launeverderbenden und partyzerstörenden Über-Ökos und erzählt die (fast) wahre Geschichte wie er vor rund 30 Jahren fast Greta Thunberg geworden wäre und somit die Welt gerettet hätte.


Beide Programme dauern jeweils 30 Minuten und können von einer 20minütigen Pause unterbrochen aber auch am Stück gezeigt werden. Plan(et) B kann auch als 45 Minuten-Version angeboten werden womit sich eine Gesamtspieldauer von 75 Minuten ergäbe.

Gefördert vom Verein für kulturelle Projekte im Theater Salz+Pfeffer e.V. und dem Rotary-Club Nürnberg-Reichswald

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