Heinrich der Fünfte (Hendrik de Vijfde)
von Ignace Cornelissen
ins Deutsche von Patricia Linden
Alter
ab 8 JahrenDauer
ca. 50 MinutenPremiere
21. Februar 2025Das Stück „Heinrich der Fünfte“ von Ignace Cornelissen nutzt Motive von Shakespeares Drama um eine Geschichte über Macht und Krieg zu erzählen. Die Machthaber sind eigentlich selbst noch Kinder, sie regieren in gebastelten Spielburgen aus Pappe und ihre Soldaten sind Ballons. Doch der Konflikt kann echter kaum sein.
Heinrich, König von England, benötigt mehr Geld, als er erfährt, dass Frankreich ihm zusteht. Kurzerhand beschließt er, die französische Prinzessin Katherine zu heiraten. Doch ein „Cousin den keiner kennt“ erhebt auch Anspruch auf den Thron und auf Katherine. Dass die Prinzessin eigentlich keinen der beiden Männer heiraten möchte, wird ignoriert. Es beginnt ein langer Krieg (um Katherine und somit um die Herrschaft über Frankreich). Doch als die englischen Soldaten Frankreichs Burg angreifen, reicht es Katherine. Sie befreit sich wortwörtlich aus ihrer Geschichte und nimmt die Erzählung selbst in die Hand.
Der eigentliche Erzähler – der sich bisher geweigert hatte, vom Ausgang der Geschichte etwas zu verraten, oder gar diesen zu beeinflussen – hat nun seine Aufgabe verloren und wird kurzerhand selbst zum Soldaten.
In diesem Kinderstück wird die Geschichte von zwei Krieg führenden Machthabern erzählt. Von Männer, die sich die Wahrheit solange zurecht biegen, bis sie ihnen passt. Das Stück erzählt von der Instrumentalisierung einer Hochzeit, und von einem feigen Zuschauer, der nicht eingreifen will. Vor allem geht es aber auch um eine junge Frau, die ihr Schicksal in die Hand nimmt, mutig voran geht und den Lauf der Geschichte verändert. Ein Stück, das Mut zum Handeln machen soll.
Team
Spiel + Regie: Annika Schaper, Robert Richter | Konzept: Annika Schaper | Outside Eye: Sarah John, Anna Menzel | Szenographie: Madita Kuhfuhs, Annika Schaper | Puppen: Madita Kuhfuhs | Dramaturgie + Beratung: Tim Sandweg | Musik: Christian Schaper | Fotos: Veronika Maslikova | Aufführungsrechte: Theaterstückverlag / Drei Masken Verlag GmbH München
Freies Diplomstück. Eine Koproduktion mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Schaubude Berlin und Theater Salz+Pfeffer, Nürnberg
Unterstützt von Jonathan Gentilhomme, Ingo Mewes, Julian Jungel, Helene Kummer, Simone Pätzold
Förderer
Das Theater Salz+Pfeffer wird unterstützt durch die Stadt Nürnberg, den Bezirk Mittelfranken und den Freistaat Bayern
