Der Besuch der alten Dame

Eine tragische Komödie von Friedrich Dürrenmatt
Dauer
ca. 70 Minuten
Premiere
7. Oktober 2022

Die Kleinstadt Güllen ist – man kann es nicht anders sagen – ein finanziell heruntergewirtschaftetes Provinzkaff, in dem nicht einmal der ICE mehr hält. Wie konnte es nur so weit kommen? … fragt man sich schon längst nicht mehr, sondern akzeptiert, was unausweichlich zu sein scheint. Hierin offenbart sich viel vom Naturell der Stadtbewohner*innen: Sie lassen die Dinge geschehen.

Doch dann hält der ICE plötzlich doch nochmal, und es steigt aus: Claire Zachanassian, angereist aus den USA, Gönnerin und Philanthropin – mit einer Milliarde für Güllens Aufschwung im Gepäck.

Schnell ist man begeistert von diesem wundersamen Besuch und lässt sich zu gerne vom nahenden Reichtum berauschen: Die Bewohner*innen kaufen ein, was das Zeug hält. Doch nach und nach offenbaren sich Claire Zachanassians wahre Identität und die dahinterliegende Tragödie, und die Gemeinschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Eine „tragische Komödie“, die zu einem Welterfolg wurde und derzeit vielerorts auf die Theaterbühnen zurückkehrt – hier am Plärrer als Figurenspiel im Wechselbad der Gefühle.

Team

Spiel: Larissa Bader, Astrid Haas, Paul Schmidt, Wally Schmidt | Regie: Wally Schmidt | Puppenbau: Marianne Meinl | Bühne: Eva Adler, Sarah Schwerda | Kostüme: Kerstin Schmidt | Dramaturgischer Begleiter: Arnd Rühlmann | Technik: Tabea Baumer, Anton Reger | Fotos: Berny Meyer | Trailer: Florian Reichart
Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin | http://www.felix-bloch-erben.de

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Pressestimmen:

Das Theater Salz und Pfeffer zeigt Friedrich Dürrenmatts Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ als rasante Mischung aus parabelhafter Tragödie und grotesker Komödie.

[...] Die Inszenierung von Wally Schmidt [...] vergeudet keine Zeit [...]; die Handlung ist zügig unterwegs[...]. Bei Schmidt ist Claire keine Furie, sondern eine Verzweifelte mit Würde, die schlicht konsequent agiert und der Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Ill dagegen wird als schwacher Charakter und somit als Gegenteil porträtiert.

Zu den stärksten Szenen gehören die Gespräche zwischen dem ehemaligen Paar im Wald. Wenn Claire sagt „Doch den Traum von Liebe, von Vertrauen habe ich nicht vergessen“ überläuft es einen kalt. Die Frage dahinter: Kann es funktionieren, Wohlstand im Gegenzug für Vergeltung zu bieten? Die Antwort bleibt am Ende offen. Auch, weil Luxus für jeden etwas Andereres bedeutet ...
Nürnberger Nachrichten

Förderer

Das Theater Salz+Pfeffer wird unterstützt durch die Stadt Nürnberg, den Bezirk Mittelfranken und den Freistaat Bayern