Home

Spielplan

Tourneen

Repertoire

Über uns

Kontakt

Fortsetzung  von „Einblicke in den Alltag des Theaters“ oder „Im Alltäglichen das Wunderbare sehen“


... gleich nach der Schulausbildung eine Akademie zu besuchen, sondern dass junge Menschen auch erst einmal etwas anderes tun könnten. So war es zum Beispiel erlaubt, dass man als freiwillige Person in einem Theater, Museum oder in einer Musikhochschule arbeiten durfte. Ausgeschrieben wurde das ganze als „Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur.“ Und obwohl es als freiwilliges Jahr bezeichnet wurde, würde man pro Monat ein kleines Gehalt von 280 Talern erhalten. Dies war natürlich nicht sehr viel, doch zum Überleben würde es der jungen Frau reichen. So beschloss sie nach kurzem Überlegen einen Brief an ein Theater mit der Bitte dort dienen zu dürfen zu verfassen. Nach einigen Brief-wechseln und einer persönlichen Unterhaltung, wurde es ihr schließlich gestattet in einem Theater tätig zu sein. In diesem einen Jahr war sie in den verschiedensten Bereichen tätig: sie verfasste Briefe, konnte ihr handwerkliches Geschick anwenden, Theateraufführungen betreuen und mit dem Theater auf Reisen gehen und zu keinem Zeitpunkt ihres Lebens bereute sie es diese Entscheidung getroffen zu haben.“


Nachdem ich diese Geschichte gelesen hatte, schaute ich sofort im Internet nach, ob es so etwas auch in der heutigen Zeit gibt. Und tatsächlich unter „www. BAG Spielmobile.de“ fand ich detaillierte Informationen zu einem Freiwillen Sozialen Jahr, welches es mittlerweile auch in den Bereichen Sport, Ökologie und Politik gibt. Dort füllte ich dann auch gleich die Onlinebewerbung aus und hoffte auf ein Bewerbungsgespräch. Nach ein einigen Wochen wurde ich schließlich zum Theater Salz+Pfeffer nach Nürnberg eingeladen und bekam glücklicherweise auch nach ein paar weiteren, langen Wochen die Zusage vom 01. September 2010 bis zum 31. August 2011 dort arbeiten zu dürfen.


Während diesem einem Jahr bekommt jede(r) Freiwillige ein monatliches „Taschengeld“ von 280 Euro und darf (muss) zusätzlich vier einwöchige Seminare, auf denen die verschiedensten Workshops angeboten werden, besuchen. Während diesem Jahr war mein Arbeitsbereich sehr vielseitig und reichte von der Öffentlichkeitsarbeit bis zur Pädagogik und von der Tourbegleitung bis zum Handwerklichen und auch ich muss zugeben, dass ich die Entscheidung ein „Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur“ zu machen an noch keinem einzigen Tag bereut habe!


Anne Röttgerkamp, FSJ-Kultur 2010/2011
 

Steffen Kirchpfening, FSJ-Kultur 2009/2010

mehr Infos - Bewerbungsfristen u.s.w. >>>